Klinische Studien, Meldesystem, Register

Klinische Studien

Kinderonkologie

HIT-HGG-Studienzentrale

Seit 2006 hat Herr Prof. Kramm das Mandat der kinderonkologischen Fachgesellschaft (GPOH – Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie) für die Leitung der Studiengruppe „Hochgradige Gliome im Kindes- und Jugendalter“ (HIT-HGG-Studiengruppe; HIT = HIrnTumor; HGG = HochGradige Gliome) inne. Das Studienleitermandat beinhaltet in Zusammenarbeit mit einer internationalen Studienkommission, bestehend aus Kinderonkolog*innen, Neurochirurg*innen, Radiotherapeut*innen, Neuroradiolog*innen und Wissenschaftler*innen, die Entwicklung, Organisation und Durchführung von klinischen Studien der GPOH zur Behandlung dieser besonders bösartigen Hirntumore. Die Umsetzung und Koordination erfolgt über die HIT-HGG-Studienzentrale, die seit 2013 mit 2 Mitarbeiterinnen (Dr. Hoffmann und Frau Kullmann) in der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen beheimatet ist. Die klinischen Studien werden in der Regel an 60 bis 70 kinderonkologischen Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt und definieren jeweils die aktuelle Therapie für die kindlichen hochgradigen Gliome in den beteiligten Ländern.

Die aktuelle klinische Studie HIT-HGG-2013 (EudraCT# 2013-004187-56), die mit knapp einer Million Euro durch die Deutsche Kinderkrebsstiftung, Bonn, gefördert wird, untersucht die Chemo- und Radiotherapie-verstärkende Wirkung des Histondeacetylase-Inhibitors Valproinsäure bei Kindern und Jugendlichen mit neudiagnostiziertem hochgradigem Gliom (nähere Informationen hierzu finden Sie unter www.kinderkrebsinfo.de, www.drks.de, www.clinicaltrials.gov). Weitere Projekte, wie die Einrichtung eines internationalen Registers zur Erfassung von Patient*innen mit kindlichen hochgradigen Gliomen, befinden sich in Vorbereitung.

Neben der Organisation von klinischen Studien steht die HIT-HGG-Studienzentrale gemeinsam mit Prof. Kramm jeder Zeit Behandler*innen sowie auch betroffenen Eltern und Patient*innen bei allen Fragen zum kindlichen hochgradigem Gliom beratend zur Seite. Verbunden mit dem Studienleitermandat ist Herr Prof. Kramm als nationaler Referenzkinderonkologe für hochgradige Gliome außerdem auch Ansprechpartner für Krankenkostenträger.

Durch die dokumentierten klinischen Verläufe von pädiatrischen Patient*innen mit hochgradigen Gliomen in früheren Studien steht der HIT-HGG-Studienzentrale der weltgrößte Datensatz zu diesen kindlichen Tumorerkrankungen zur Verfügung, der nicht nur für die oben beschriebene Beratungsfunktion von außergewöhnlicher Bedeutung ist, sondern auch für die klinische Forschung zur Epidemiologie, Klinik und auch Biologie dieser Tumorerkrankungen.

UNIVERSITÄTSMEDIZIN GÖTTINGEN
HIT-HGG-Studienzentrale
Klinik für Kinder- Jugendmedizin
Abt. Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
Tel: 0551-39 630-85 / -86 Fax: 0551-39 63087
E-Mail: hit-hgg-studie(at)med.uni-goettingen.de

Therapieoptimierungs- und Registerstudien der Gesellschaft für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (GPOH)

Die Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin nimmt als Studienzentrum an nahezu allen klinischen Studien und Studienregistern der kinderonkologischen Fachgesellschaft GPOH teil.

Frühe klinische Studien im Forschungsverbund Nordwest (NoW)

Die Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist auch aktiver Studienstandort für frühe klinische Studien im Bereich Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Hämostaseologie im Studienforschungsverbund Nordwest (NoW). Einzelheiten über aktive frühe klinische Studien und den Studienforschungsverbund NoW sind unter https://www.studienverbund-nordwest.de/ abrufbar.

Multiple Sklerose

Die Abteilung Neuropädiatrie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und das Deutsche Zentrum für MS im Kindes- und Jugendalter sind aktiver Studienstandort für frühe klinische Studien zur kindlichen Multiplen Sklerose (PARADIGMS, CHARGE u.a.) und zu Neuromyelitis optica Spektrum Erkrankungen.

Neuromuskuläre Erkrankungen

Die Abteilung Neuropädiatrie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist aktiver Studienstandort für frühe klinische Studien zur Muskeldystrophie Typ Duchenne (FOR DMD).

Neurometabolische Erkrankungen

Die Abteilung Neuropädiatrie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist aktiver Studienstandort für eine klinische Studie zur zerebralen Form der X-chromosomalen Adrenoleukodystrophie (NEXUS).

Meldesystem

Erhebung seltener neurologischer Erkrankungen im Kindesalter (ESNEK)

Mit diesem Mail-basierten Abfragesystem an Neuropädiater*innen in Deutschland, z. T. auch in Österreich und der Schweiz, rekrutieren wir ausreichend große Kohorten von Patient*innen mit einer seltenen neurologischen Erkrankung.

Damit ermöglichen wir Forschungsprojekte zu Phänomenologie, Verlauf, Genetik, Bildgebung, Therapie usw. auf dem Gebiet solcher Krankheitsbilder. Unsere eigenen ESNEK-Projekte betreffen vorwiegend neurogenetische Erkrankungen, wie die Congenitale okuläre motorische Apraxie Typ Cogan (COMA), das FOXG1-Syndrom, ADCY5-assoziierte Bewegungsstörungen oder Familiäre Episodische Schmerzsyndrome (FEPS). 

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Prof. Dr. Brockmann
Telefon: +49 551 3910358
E-Mail: kbrock(at)med.uni-goettingen.de

Register

Neurometabolische Erkrankungen

  • European Registry and Network for Intoxication-type Metabolic Diseases (E-IMD; www.e-imd.org): Studienzentrum Heidelberg; PI in Göttingen: Mühlhausen
  • International Working Group on Neurotransmitter-related Disorders (iNTD; https://intd-registry.org/): Studienzentrum Heidelberg. PI in Göttingen: Mühlhausen

Neuromuskuläre Erkrankungen

Nationales Register zur Verlaufsbeobachtung und Therapieevaluation bei Spinaler Muskelatrophie ‚SMArtCARE‘ (https://www.smartcare.de)

Multiple Sklerose

  • Therapieregister Pädiatrische MS - Erhebung und Sammlung anamnestischer, klinischer und biografischer Daten bei pädiatrischer Multipler Sklerose.

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